Das 29:20 gegen die Beckdorfer Oberligareserve ist für die Landesliga-Handballer bereits der fünfte Sieg in Folge.
Meckelfeld. Die Erfolgsserie der HSG Seevetal in der Handball-Landesliga Lüneburg hält an. Nach vier Siegen in den ersten vier Spielen der laufenden Handballsaison 2019/2020 war auch der SV Beckdorf II (zwei Siege) nicht in der Lage, das Team von Trainer Andreas Gevert aufzuhalten. Im Aufeinandertreffen der beiden bis dahin noch ungeschlagenen Herrenteams in der Sporthalle der Realschule Meckelfeld setzten sich die Seevetaler deutlich mit 29:20 (16:11) durch.
Dabei schien die Beckdorfer Oberliga-Reserve der ersten echte Prüfstein zu werden. „Das hatten wir auch schon vor einer Woche gegen Bergen geglaubt“, sagte Andreas Gevert. Und auch dieses Spiel ging mit 24:19 an sein Team, wie auch schon vorher der MTV Müden/Örtze, der VfL Westercelle und der MTV Dannenberg gegen die HSG Seevetal nicht mithalten konnten.
Mit den Brüdern Björn und Fabian Heinzelmann vom MTV Eyendorf sowie Artjom und Eduard Bruchno aus Luhdorf sowie dem noch Jugendlichen Jürgen Haberer aus Fredenbeck hat sich die HSG Seevetal vor der Saison personell verstärkt. „Ein paar ältere Spieler sind in die 2. Herrenmannschaft gewechselt. Insgesamt habe ich als Trainer jetzt mehr Möglichkeiten“, sagte Andreas Gevert, der die Mannschaft in wenigen Jahren von der Regionsliga in Landesliga führte, vor dem Spiel gegen Beckdorf II.

Konkurrenz spart nicht mit Vorschusslorbeeren
Während die Konkurrenz die HSG Seevetal zum Ligafavoriten erklärt, wiegelt der Trainer ab. „Ich weigere mich, ein bestimmtes Saisonziel abzugeben“, sagte er. „Mein Ziel ist es, jedes Spiel zu gewinnen und am Ende wird man sehen, was dabei herausspringt.“ Sollte es zum Titelgewinn und damit Aufstieg reichen, umso besser. Das große Plus der HSG Seevetal sei der große Kader von 20 Spielern und die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft.
Andreas Gevert: „Viele sind auch privat befreundet. Alle haben Bock darauf, Handball zu spielen. Wir hatten eine gute Saisonvorbereitung mit einem Trainingslager in Dänemark.“ Ein Schwerpunkt sei die Stabilisierung der Defensive. „Da sind wir auf einem guten Weg“, sagte Gevert vor dem Spiel und sah sich nach dem Sieg gegen Beckdorf bestätigt. „Unsere 6:0-Abwehr stand gut. Das freut mich als Trainer ganz besonders“, sagte er nach dem Spiel. „Man hat aber auch gesehen, dass wir zu keinem Zeitpunkt nachlassen durften.“
Insgesamt sei der Sieg zu hoch ausgefallen. Darin waren sich Andreas Gevert und Beckdorfs Trainer Klaus Meinke, der auch Vereinsvorsitzender des SV Beckdorf ist, einig. „Das Ergebnis spiegelt mit neun Toren nicht den wahren Leistungsunterschied wider“, sagte Gevert. Beckdorf sei der erwartet physisch starke Gegner gewesen. Gevert: „Wir haben uns richtig reinhängen müssen.“ Hohes Tempo im Angriff und zwei starke Torhüter mit Björn Aschendorf und Jonas Seifert seien die Grundlage für den Erfolg gewesen.

Wurfmisere von der Strafwurfmarke
Aus der Sicht von Klaus Meinke war mit entscheidend, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit drei Siebenmeter nicht nutzen konnte. Meinke: „Machen wir die rein, gehen wir vielleicht mit einem Unentschieden in die Halbzeitpause.“ Trotz der Wurfmisere von der Strafwurfmarke sei seine Mannschaft gut aus der Kabine gekommen.
Bis auf 17:15 kam der SV Beckdorf binnen sieben Minuten heran. Insgesamt habe seine junge Mannschaft – etliche Spieler sind erst zwischen 19 und 21 Jahre alt – aber noch zu viele Fehler gemacht und besonders in der Abwehr nicht schnell genug reagiert, sagte Klaus Meinke.
Mitte der zweiten Halbzeit musste dann auch noch Beckdorfs Spielgestalter Lasse Meyer verletzt passen. „Von da an ging’s bergab“, sagte Klaus Meinke, dessen Mannschaft jetzt erst einmal aus dem Kampf um die Tabellenspitze ausgeschieden ist. Überragender Werfer der HSG Seevetal war einmal mehr Björn Heinzelmann mit zehn Toren und jetzt schon 51 Treffern in fünf Spielen.
Für die HSG Seevetal geht es erst am 27. Oktober weiter – die Mannschaft muss dann bei HBV 91 Celle antreten. Beckdorf II hat eine Woche vorher den MTV Dannenberg zu Gast. Ligakonkurrent TuS Jahn Hollenstedt kam zu einem knappen 28:27-Auswärtserfolg bei der SG VfL Wittingen/Stöcken und feierte damit im dritten Spiel den ersten Saisonsieg. Marcel Hebestreit erzielte 14 Treffer, Lukas Versemann versenkte den Ball zum 28:27 nach der Schlusssirene durch Siebenmeter.
Bericht aus dem Hamburger Abendblatt – Fotos: Günther Bröde